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Liechtenstein

Im Fürstentum Liechtenstein wird die Steuer direkt vom Lohn abgezogen. So werden der Lohn aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, Ersatzeinkünfte oder Sitzungsgelder an der Quelle besteuert. Die Höhe des Quellensteuerabzugs ist abhängig vom Zivilstand und der Höhe des Erwerbseinkommens.

Auch GrenzgängerInnen aus der Schweiz, die in Liechtenstein im öffentlichen Dienst arbeiten, bezahlen Einkommenssteuern in Liechtenstein und kommen so mit der Quellensteuer in Berührung.

Für den Abzug des Geldes vom Lohn sind die Arbeitgebenden zuständig. Sie sind verpflichtet, ähnlich wie bei den Sozialversicherungsabgaben, die Quellensteuer vierteljährlich an die Steuerverwaltung zu überweisen.

Das funktioniert gut. In der Vergangenheit gab es nur sehr vereinzelt Fälle, in denen ein Arbeitgeber die eingehaltene Quellensteuer nicht an die Steuerverwaltung ablieferte. Die Firmen wurden gemahnt und wo nötig betrieben.

Alles Weitere funktioniert im Fürstentum ähnlich wie in der Schweiz: Die Gemeinden sind für den Steuerbezug zuständig. Sie versenden die Steuererklärungen, Steuerrechnungen, Mahnungen und leiten auch Betreibungen ein. Die Steuerpflichtigen füllen ihre Steuererklärungen aus (meist elektronisch), und das Steueramt rechnet dann die tatsächliche Steuerschuld anhand der Angaben aus. Dieses Resultat wird mit den bereits gezahlten Quellensteuern abgeglichen.

Das System der Quellenbesteuerung funktioniert sehr gut in Liechtenstein. Deshalb wird es weder von Parteien noch von anderen Organisationen in Frage gestellt. Eine (nicht repräsentative) Umfrage bei Arbeitnehmenden in Liechtenstein hat ergeben, dass auch sie von der Quellensteuer überzeugt sind.

Schweizer GrenzgängerInnen, die das Steuersystem aus dem Kanton St. Gallen (Gegenwartsbesteuerung) kennen, äusserten sich ebenfalls zu 100% positiv über die Quellensteuer. Sie würden es begrüssen, wenn es in der Schweiz gleich gehandhabt würde. Denn in Liechtenstein ist es in der Regel so, dass die Steuerpflichtigen im Herbst Geld zurückerhalten und eigentlich nie Nachzahlungen getätigt werden müssen.

Argumente gegen die Quellenbesteuerung, wie sie in der Schweiz zu hören sind, kennt man in Liechtenstein nicht. Keiner der Befragten fühlte sich in der Eigenverantwortung beschnitten oder nicht mehr auf Augenhöhe mit dem Staat. Vielleicht hat dies auch damit zu tun, dass der Staat Liechtenstein als einer der wenigen weltweit schuldenfrei ist. Ein kleiner Beitrag dazu leistet wohl auch die Quellenbesteuerung bei Privatpersonen.

Informationen über das Liechtensteinische Steuersystem können auf der Homepage der Steuerverwaltung (www.llv.li) abgerufen werden.

Zusammengestellt von: Marlene E., in Zusammenarbeit mit der Steuerverwaltung Liechtenstein

 

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