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Das Budget umsetzen

Das erstellte Budget ist erst einmal nur ein Papier und Papier ist bekanntlich geduldig. Darum braucht es in einem zweiten Schritt die Umsetzung. Aus vielen verschiedenen Möglichkeiten kann jede Person "ihr" System finden: siehe auch "Optimaler Zahlungsverkehr"

Das Ein-Konto-System
Dieses System eignet sich vor allem für geringere Einkommen. Hiermit können Sie Kontospesen sparen. Dieses Konto sollte eine Null-Limite haben, damit Überziehungen nicht möglich sind. Auf diesem Konto ist eine eiserne Reserve für periodische Rechnungen und Unvorhergesehenes anzusparen. Diese sollte mindestens einen Monatslohn betragen. Die laufenden Steuern müssen monatlich akonto bezahlt werden, dafür soll die Reserve nicht beansprucht werden.

Das Mehr-Konti-System
Dieses System eignet sich vor allem für mittlere bis hohe Einkommen. Führen Sie nebst dem Lohnkonto noch weitere, zweckbestimmte Konti. Zweigen Sie fortan von Ihrem Monatseinkommen regelmässig Beträge (gemäss Budget) ab und überweisen Sie diese per Dauerauftrag auf die „Nebenkonten". Auf diese Weise ist immer genügend Geld für bestimmte Rechnungen und Auslagen reserviert. Gleichzeitig sind die Beträge aber auch nach oben begrenzt und die Ausgaben somit unter Kontrolle.
Ein Beispiel: Über das Lohnkonto werden die monatlichen Rechnungen für Miete, Krankenkasse und so weiter bezahlt. Auch die monatliche Akonto-Zahlung an die Steuern wird von diesem Konto aus überwiesen. Die festgelegten Beträge für Haushalt, Taschengeld, Kleider, Geschenke und Freizeit werden auf ein zweites Konto überwiesen, von dem die laufenden Barauslagen beglichen werden. Auf dem dritten Konto werden Rückstellungen gelagert, zum Beispiel für Zahnarztkosten, Ferien, Anschaffungspläne etc.

Der Bargeld-Ordner
Für manche ist nur Bares Wahres. Mit einem Bargeld-Ordner ist immer sichtbar, wie viel ausgegeben werden kann. Am übersichtlichsten Bargeld lagern kann man in einem Ordner. Kaufen Sie sich einen Ordner und Klarsichtmappen im A5-Format. Dazu einige Couverts. Je schöner Sie den Ordner gestalten, desto lieber werden Sie ihn benutzen. Der Ordnerinhalt könnte so aussehen:

Essen/Trinken
pro Woche ein Couvert (Achtung, manche Monate haben mehr als vier Wochen) plus ein Sparcouvert. Übriggebliebenes Geld von den Wochencouverts wandert in das Sparcouvert. Dieses kann für grössere Aktionsangebote für den Vorratsschrank ausgegeben werden.

Haushaltnebenkosten
Ein Couvert pro Monat für alles im Haushalt, was man nicht isst oder trinkt.

Kleider
ein Couvert pro Person.

Gemeinsame Freizeit
betrifft ausschliesslich Paare und Familien. Bei Einzelpersonen sind Freizeitkosten im Taschengeld mit eingerechnet.

Geschenke
überlegen Sie, für wen Sie übers Jahr verteilt wie viel Ausgeben möchten. Eventuell pro beschenkter Person ein eigenes Couvert anlegen.
Übrigens ist das RIsiko, bei einem Einbruch das Bargeld zu verlieren verschwindend klein gegenüber dem Risiko, ohne Organisation auf finanziellen Schleuderkurs zu geraten.

Nur eine gute ­Planung von Einnahmen und Ausgaben schützt vor der Schuldenfalle.

Verschiedene Arten der Budgetprüfung

Wer gerne akribisch alle Einnahmen und Ausgaben aufschreibt, der kann ein Haushaltsbuch führen. Wer von Hand schreiben zu mühsam findet, kann dasselbe auch am Computer erledigen. Im Handel sind verschiedene Programme erhältlich. Bei der Budgetberatung Schweiz gibt es kostenlose Ausgabenkontrolle Downloads. Im letzten Tabellenblatt finden sie Hilfe zum Budgetausfüllen.

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